Jede Karte liegt offen auf dreizehn Stapeln zu je vier Karten, und nur ein König darf eine leere Spalte füllen. Schaffst du es, das Blatt zu überlisten, statt auf Kartenglück zu hoffen?

Portuguese Solitär gehört zur Familie von Baker's Dozen und wird vollständig offen gespielt, ohne Talon und ohne Ablagestapel, auf die man zurückgreifen könnte. Alle zweiundfünfzig Karten werden offen auf dreizehn Tableau-Stapel mit je vier Karten verteilt, sodass du vom ersten Blick an alles siehst, was dir das Geben beschert hat. Es ist ein Spiel der reinen Information, bei dem der Erfolg davon abhängt, in welcher Reihenfolge du deine vergrabenen Karten befreist.
Der Kniff, der es von seinem nahen Verwandten Spanish Patience unterscheidet, ist die Frage, was eine leere Spalte füllen darf: nur ein König. Da beim Abwärtsbauen die Farbe keine Rolle spielt, fügen sich die Karten leicht zusammen; einen ganzen Stapel abzuräumen, um Platz für einen König zu schaffen, verlangt aber echte Voraussicht und kann eine festgefahrene Lage in eine gewonnene verwandeln.
Ohne verdeckte Karten und ohne Nachschub ist jeder Zug eine Entscheidung mit vollem Wissen. Das macht Portuguese zum Liebling aller Spieler, die ein Blatt lieber ausknobeln, als sich auf Kartenglück zu verlassen, und zu einem befriedigenden Rätsel, das sich bei einem hartnäckigen Blatt gerne noch einmal spielen lässt.
Wenn dir Portuguese gefällt, probiere Spanish Solitär oder den Klassiker Baker's Dozen Solitär, zwei offene Ein-Deck-Spiele aus derselben Tradition.
Wenn dir Portuguese gefällt, probiere auch das originale Solitär aus, ein klassisches Solitär-Kartenspiel.
Wenn dir etwas Merkwürdiges auffällt oder du eine Idee hast, wie das Spiel besser werden könnte, kontaktiere mich gerne.
Viel Spaß beim Spielen!
4 Grundstapel: Baue in derselben Farbe vom Ass bis zum König aufwärts.
13 Tableau-Stapel: Jeder Stapel erhält vier offene Karten. Gebaut wird abwärts, unabhängig von der Farbe. Nur die oberste Karte jedes Stapels ist spielbar, und eine leere Spalte darf nur mit einem König gefüllt werden.
Es gibt vier Grundstapel, die zu Beginn alle leer sind.
Ein Ass darf auf einen Grundstapel gelegt werden, um ihn zu eröffnen. Danach darf eine Karte angelegt werden, wenn sie um eins höher ist als die aktuell oberste Karte des Stapels und derselben Farbe angehört. Auf ein Karo-Ass passt daher nur die Karo-2. Ein Stapel ist vollständig, sobald er den König erreicht.
Die oberste Karte jedes Grundstapels kann wieder ins Spiel gebracht werden, wenn ein anderer Stapel sie aufnimmt.
Dreizehn Tableau-Stapel, nach unten aufgefächert und mit je vier Karten gegeben. Jede Karte liegt offen, nichts ist verborgen.
Eine Karte darf an einen Tableau-Stapel angelegt werden, wenn sie um eins niedriger ist als die bisherige oberste Karte des Stapels, unabhängig von der Farbe. Auf eine 8 darf demnach nur eine 7 beliebiger Farbe gespielt werden.
Karten auf dem Tableau, die nicht von einer anderen Karte bedeckt sind, dürfen auf die Grundstapel oder einen anderen Tableau-Stapel gespielt werden.
Ein leerer Tableauplatz darf nur mit einem König gefüllt werden. Das macht das Leeren einer Spalte zu einem wertvollen, bewussten Zug statt zur Routine.
Es darf immer nur eine Karte auf einmal bewegt werden; Sequenzen sind nicht erlaubt. Es gibt keinen Talon und keinen Ablagestapel, plane also von Anfang an sorgfältig.