Bilde Paare, deren Werte zusammen elf ergeben, verbinde Buben miteinander und Damen mit Königen, und räume das ganze Deck ab, bevor dir die Züge ausgehen.

Namensgeber von Gay Gordons Solitaire ist der schwungvolle schottische Volkstanz gleichen Namens – ein treffendes Bild für eine Patience, bei der die Karten paarweise vom Tisch verschwinden. Bekannt wurde das Spiel durch David Parlett, den britischen Spielehistoriker, der zahllose eigene Patiencen entworfen und niedergeschrieben hat, und unter Fans reiner Paarspiele hat es sich still zu einem echten Liebling entwickelt.
Der gesamte Ablauf beruht auf nur einer Regel: Karten, deren Werte zusammen elf ergeben, werden gepaart und vom Tisch genommen. Ein Ass zählt dabei als eins, passt also zur Zehn; eine Zwei gehört zur Neun, eine Drei zur Acht, eine Vier zur Sieben und eine Fünf zur Sechs. Die Bildkarten folgen einer eigenen Logik – zwei Buben gehen gemeinsam vom Tisch, und eine Dame verlässt ihn Arm in Arm mit einem König. Aufbauen musst du nirgends, einen Talon zum Umdrehen gibt es auch nicht: Gefundene Paare wandern von selbst auf die Grundstapel, und du entfernst so lange Paare, bis nichts mehr übrig ist.
Eine Neuverteilung gibt es nicht, weshalb jeder Zug zählt. Immer nur die offene Karte an der Spitze jedes Fächers und die oberste Reservekarte stehen zur Auswahl, sodass eine gesuchte Karte manchmal unter anderen liegt, die du erst wegräumen musst. Die beiden Reservekarten sind dein Notgroschen – spare sie dir für den Moment auf, in dem eine Tableau-Karte gerade keinen Partner in Reichweite hat, und du wirst weit mehr vom Deck befreien können. Wer ein paar Züge vorausdenkt, bevor er sich festlegt, kann aus einem verzwickten Blatt noch einen sauberen Sieg machen.
Block Ten Solitär und Thirteens Solitär greifen dieselbe Paar-Idee auf und führen sie auf ihre eigene Weise fort.
Das klassische Solitaire kennst du sicher schon; Gay Gordons liefert dir einen weiteren Grund, es wieder zu öffnen.
Wenn dir etwas Merkwürdiges auffällt oder du eine Idee hast, wie das Spiel besser werden könnte, kontaktiere mich gerne.
Viel Spaß beim Spielen!
4 Grundstapel: Passende Paare landen automatisch hier. Sie spielen danach keine Rolle mehr.
Zehn Tableau-Fächer: Das Deck wird in zehn Fächer zu je fünf Karten ausgeteilt, alle offen. Nur die freiliegende Karte an der Spitze jedes Fächers steht zur Verfügung; entfernst du sie, kommt die Karte darunter zum Vorschein. Auf dem Tableau wird nicht aufgebaut, und einen Talon zum Austeilen gibt es nicht.
Es gibt vier Grundstapel, auf die du nie selbst eine Karte legst.
Jedes Paar, das du entfernst, wird automatisch auf die Grundstapel gelegt, egal ob es sich um ein Rangpaar, zwei Buben oder eine Dame mit König handelt. Sobald ein Paar dort liegt, spielt es keine Rolle mehr im Spiel.
Paare, die elf ergeben: Entferne zwei beliebige verfügbare Karten, deren Ränge zusammen elf ergeben – Ass mit Zehn, Zwei mit Neun, Drei mit Acht, Vier mit Sieben oder Fünf mit Sechs, wobei das Ass als eins zählt. Bei den Bildkarten gilt eine andere Regel: Zwei Buben werden gemeinsam entfernt, und eine Dame wird zusammen mit einem König entfernt. Die Farbe spielt dabei nie eine Rolle.
Zwei zusätzliche Karten: Neben den Fächern werden zwei weitere Karten in eine Reserve gelegt. Die oberste Reservekarte steht dir immer zur Verfügung und verschafft dir etwas Spielraum – paare sie mit einer Tableau-Karte, sobald die Kopfkarte eines Fächers keinen Partner in Reichweite hat.
Das gesamte Deck abräumen: Du gewinnst, wenn jede Karte entfernt wurde – alle sechsundzwanzig Paare. Eine Neuverteilung gibt es nicht, plane deine Züge also mit Bedacht; sobald sich aus den verfügbaren Karten kein gültiges Paar mehr bilden lässt, ist das Spiel vorbei.